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Slow Down, denn ich bräuchte mal Ruhe… – Nomen est omen

Schon wieder länger kein Eintrag. Dabei war der ursprünglich geplante Beitrag schon fast fertig . Wirklich ! Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt.
Ich höre noch meine Wort in der Zeit kurz vor Ostern “Was bin ich froh, daß ich jetzt vier Tage frei habe. Endlich ein wenig Ruhe“ Es war das Gefühl von ausgebrannt sein, nicht mehr können, nicht mehr wollen und von dem Wunsch eine Bettdecke über dem Kopf zu haben.
Daß aus den vier Tagen mehrere Wochen, zum Teil mehrere Monate werden und mein Wunsch nach Ruhe mehr als erwartet erfüllt wird, habe ich jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht geahnt.

Ich bin wirklich kein Freund von Ostern. Das ist ein merkwürdiger Feiertag. Irgendwie für viele wichtig wie Weihnachten aber man bekommt keine Geschenke. Zumindest ist es auch heute nicht die Regel. Ich weiß, in einer Zeit wie dieser sind das keine echten Probleme aber was soll ich machen, ich liebe nun einmal Geschenke. Auch wenn ich es kommerziellen Unsinn finde.
Aber vor allem war es an Ostern endlich soweit und fast geschafft. Die Tag- und Nachtgleiche mit dem Frühlingsanfang und der Zeitumstellung. Es hat aber auch wirklich wieder gereicht mit der Dunkelheit und der Kälte, wobei diese vielleicht noch nicht ganz vorbei ist.
Es wird wieder grün, man sieht langsam, was man im Herbst und Winter im Garten vergessen hat und man kann sich langsam wieder auf viel Sonne freuen. Der Frühling oder auch Blattfrische, wie ich es, seit ich Worrior Cats kenne, gerne sage, weckt in mir irgendwie alle Lebensgeister. Es ist im Herbst und Winter genügend passiert um nun endlich einmal richtig Luft zu holen und neue Wege zu gehen.

Ein Begleiter wird definitiv meine Kamera sein. Sie hat Ende des letzten Jahres ein neues Objektiv bekommen, welches nun neben dem Beruf auch privat genutzt werden möchte. Ich werde dadurch kein besserer Photograph aber ein schlechter Photograph und schlechte Technik, da kann man es auch gleich lassen dachte ich mir. Also möchte ich mich daran versuchen diesem Blog ein paar bessere Photos zu gönnen.

Und dann, bei all der Planung was ich im Frühling so alles machen möchte und was gemacht werden muß am Haus und im Garten, passiert es – Peng.

Im wahrsten Sinn des Wortes. Ein Unfall beim Sport mit den besten Freunden. Der eigentlich krönende Abschluß von vier freien Tagen wird, wie es scheint, vermutlich mein persönliches Desaster in diesem Jahr. Noch immer tut es mir auch für die genannten Freunde leid, welche das ganze miterleben mussten.

Tja und dann liegst Du da und sie kommt, die Stille und die ungewollte Ruhe. Um Dich herum nimmst Du nichts mehr wahr im ersten Moment, denn Du verstehst, was passiert ist, lange bevor der Erst bei Dir ist um Dir zu helfen. Und in meinem Kopf setzte sich ein einziger Satz feste “Nein, bloß nicht das, was ich glaube, was es ist !! ”
Alles wird heruntergefahren oder auf Stand-By-Betrieb. Kurz alles durch sortiert und alles für unwichtig erachtet, was nicht Lebensnotwendig ist. Es stellt sich ein Gefühl von ausgeliefert sein und Hilflosigkeit ein. Nicht, daß ich nicht schon einmal einen Unfall hatte oder krank war aber es war dieses Mal irgendwie anders. Vielleicht, da ich heute so aktiv bin im Gegensatz zu früher. Anyway.

Shutdown
Klar, solche Situationen können von einem Moment auf den anderen alles ändern. Deine Weltanschauung, den Blick auf dich selber, auf das was dir wichtig ist. Es werden Prioritäten neu gesteckt und auch neue erkannt. Ich denke, daß jeder, der schon einen Unfall hatte oder eben einmal schwer krank war dieses Thema kennt. Die einen mehr, die anderen weniger. Vermutlich kennen die meisten von Euch solch eine Situation.
Trotzdem ist es beeindruckend zu sehen, wie einfach alles einmal gestoppt wird. Keine Hektik mehr, kein Streß, keine Termine, alles pauschal auf null gesetzt. Und erstaunlich, man fängt wieder an, sich über Kleinigkeiten zu freuen wie ein Schnitzel. Manchmal sogar über eine komische Pampe aus der Klinik. Gourmet Restaurant ist anders ! Manchmal wird selbst Fastfoot zur Nouvelle Cuisine …

Essen
Aber warum ist eigentlich alles so laut, hektisch, unruhig und schnell? Ist die Erklärung ganz einfach und es ist mal wieder der Zeitgeist? Klar, es  ist alles schnell geworden aber keiner zwingt uns zum “Life in the Fastlane“, dem Leben auf der Überholspur. Wir entscheiden es alles selber. Wir wollen alles mitbekommen, nichts verpassen, auf jeder Hochzeit tanzen immer erreichbar sein. So oft in der letzten Zeit habe ich alles mögliche nicht gemacht, abgesagt und abgelehnt aber am Ende war ich anscheinend doch noch immer mit Vollgas unterwegs.
Ich habe jetzt auf einmal verdammt viel Zeit.

Und damit entstand einmal mehr ein Beitrag, der so weder geplant, noch gewollt war und der, man soll es trotz der Zeit kaum glauben, nicht so fertig geworden ist, wie ich es mir wünschen würde.

Am Ende gilt es für mich selber noch zu klären, was genau passiert ist und was die Ursachen für den Unfall waren. Mit einem einfachen “Das war eine Achillessehnenruptur und passiert eben beim Sport“ möchte ich mich nicht zufrieden geben. Zumindest in diesem Punkt bin ich bereits weiter gekommen. Ich werde versuchen Euch diese Erkenntnisse in einem Artikel zum Thema Achillessehne und Ballett näherbringen. Hier gibt es viel zu berichten, zu erklären, aufzuklären und Euch mit auf den Weg zu geben, wenn es Euch interessiert. Zumindest ist es mir ein Anliegen. Das wird aber ein wenig dauern, da dies auch Unterstützung braucht um wirklich fundiert zu werden. Bis dahin,

passt gut auf Euch auf !

2 Kommentare

  1. Uwe S.

    Gute Besserung wünsche ich Dir ! Hauptsache der Heilungsprozess verläuft gut und die Funktion deines Gehwerkzeugs wird wieder 100%ig hergestellt! (.. da kann ich auch ein Lied drüber singen)
    Gruß, Uwe

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